Driven oder pushy – eine Frage des Geschlechts?
Rhiana SpringRhiana Spring ist internationale Menschenrechtsaktivistin, Unternehmerin und KI-Pionierin. Bereits zwei Jahre vor ChatGPT entwickelte sie «Sophia» – einen KI-gestützten Chatbot, der Betroffene von häuslicher Gewalt unterstützt.
Mit 17 Jahren brachte sich Rhiana Spring selbst das Programmieren bei und gründete ihr erstes Tech-Unternehmen. Später arbeitete sie mit den Vereinten Nationen, dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und weiteren Organisationen über vier Kontinente hinweg für den Schutz von Menschenrechten und die Stärkung vulnerabler Bevölkerungsgruppen. Heute zählt sie zu den führenden Impact-Unternehmerinnen Europas.
Als CEO von Spring ACT entwickelte sie mit «Sophia» die weltweit erste KI-Assistentin für Betroffene von häuslicher Gewalt und setzt sich mit ihren Technologien für Gleichstellung, Menschenrechte und gesellschaftlichen Wandel ein. Für ihre Arbeit wurde sie unter anderem von den Vereinten Nationen, der Europäischen Investitionsbank und dem World Economic Forum ausgezeichnet.
Doch ihr Weg war nicht nur von Erfolgsgeschichten geprägt.
Immer wieder wurde Rhiana mit Zuschreibungen konfrontiert, die viele ambitionierte Frauen kennen: zu laut, zu direkt, zu ehrgeizig – oder eben «zu pushy». Eigenschaften, die bei Männern oft als Führungsstärke, Durchsetzungsvermögen oder Vision gefeiert werden.
In ihrem Vortrag spricht Rhiana über die unterschiedlichen Massstäbe, nach denen Frauen und Männer bis heute bewertet werden. Anhand ihrer eigenen Erfahrungen zeigt sie, wie sie gelernt hat, genau jene Eigenschaften nicht länger zu verstecken, sondern bewusst für sich zu nutzen.
Eine inspirierende Geschichte über Mut, Sichtbarkeit und die Frage, was möglich wird, wenn Frauen aufhören, sich kleiner zu machen und beginnen, ihren Platz einzunehmen.